{"id":459,"date":"2015-11-19T18:45:54","date_gmt":"2015-11-19T18:45:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.physio-muenster.de\/tibus\/?page_id=459"},"modified":"2015-11-19T18:45:54","modified_gmt":"2015-11-19T18:45:54","slug":"patienteninformation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.physio-muenster.de\/tibus\/patienteninformation\/","title":{"rendered":"Patienteninformation"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Informationen f\u00fcr gesetzlich versicherte Patienten(innen).<\/strong><\/h3>\n<p>Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,<\/p>\n<p>Sie haben sicherlich von dem Kostendruck geh\u00f6rt, dem Ihre Kasse und somit auch Ihr Arzt und schlussendlich auch wir unterliegen.<\/p>\n<p>Immer h\u00e4ufiger h\u00f6ren wir von Patienten:<\/p>\n<ul>\n<li>Als Kassenpatient bekommt man sowieso nichts mehr verschrieben<\/li>\n<li>Als Kassenpatient ist man schlecht versichert<\/li>\n<li>Die Kassen zahlen eh\u00b4 nichts mehr, \u00a0 usw&#8230; usw&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>So einfach kann man das nicht sehen.<\/strong><\/p>\n<p>Eins ist klar: &#8222;Wir k\u00f6nnen ohne Sie und Ihre Verordnung nicht existieren.&#8220;<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen sicher sein, dass die Leistung gesetzlich Versicherter, die Sie bei uns bekommen, nicht schlechter als die der Privatversicherten ist.<br \/>\nWir k\u00f6nnen eine Therapie nur richtig oder falsch, gut oder schlecht,\u00a0 ausf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Privat oder Kasse ist hier egal.<\/strong><\/p>\n<h3>Worin liegt dann aber der Unterschied?<\/h3>\n<h3>1.\u00a0<strong>Faktor ist die Behandlungszeit.<\/strong><\/h3>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die GKVen geben uns, Ihren Therapeuten eine Mindestbehandlungszeiten vor. Diese liegen f\u00fcr eine physiotherapeutische Behandlung bei 15 &#8211; 20 Minuten Regelbehandlungszeit.<br \/>\n(F\u00fcr diese Behandlung bekommen wir \u00fcbrigens ca. 15,50\u20ac erstattet.\u00a0Ein Therapiebericht mit 0,56\u20ac.) Bei 2 Patienten in der Stunde, w\u00fcrde dies logischerweise einen Bruttolohn von 31,00 \u20ac ergeben). &#8230;..und Ihr bezahlter Eigenanteil wird uns nat\u00fcrlich von diesem Betrag noch abgezogen.<br \/>\nIn diesem \u201cStundenlohn\u201d ist aber auch noch Miete, Strom, W\u00e4rme, Versicherung, Terminplanung, Dokumentation, Rezeptpr\u00fcfung, Vor- und Nachbereitung der Therapier\u00e4ume, sowie evtl. Hilfestellung beim An- und Ausziehen, etc., enthalten.<\/p>\n<h3>2.\u00a0<strong>Die Therapieeinschr\u00e4nkung.<\/strong><\/h3>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">W\u00e4hrend Privatversicherte durchaus mehrere Leistungen kombinieren k\u00f6nnen, ist dies im Heilmittelkatalog f\u00fcr gesetzlich Versicherte eingeschr\u00e4nkt worden.<br \/>\nZusatzleistungen wie Fangopackungen oder Elektrotherapie k\u00f6nnen nur alleine dazu verordnet werden.<br \/>\nEine Verordnung bei z.B. intensiven R\u00fcckenbeschwerden wie<br \/>\n&#8211; Fango-\/W\u00e4rme<br \/>\n&#8211; <strong>+<\/strong>\u00a0Manuelle Therapie<br \/>\n&#8211; <strong>+<\/strong> weitere Zus\u00e4tze<br \/>\n<strong>sind nicht m\u00f6glich.<\/strong><\/p>\n<h3>3.\u00a0<strong>Die Mengenbeschr\u00e4nkung.<\/strong><\/h3>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Heilmittelkatalog ist festgelegt, dass Ihre Beschwerden nach einer bestimmten Anzahl an verordneten Therapien besser sein m\u00fcssen.<br \/>\nAuch wenn es in der Praxis nicht immer so sein kann.<br \/>\nDieser Heilmittelkatalog ist f\u00fcr verordnende Arzt bindend. Dadurch erkl\u00e4rt sich, warum es schwierig sein kann, diesen davon zu \u00fcberzeugen, eine weitere Verordnung auszustellen. Nehmen wir an, Sie haben Problem mit der Halswirbels\u00e4ule:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>==&gt; Sie bekommen <span style=\"text-decoration: underline;\">eine<\/span> Verordnung \u00fcber\u00a0<\/strong><strong>6 x Krankengymnastik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>==&gt; Der Privatversicherte bekommt z.B. eine Verordnung \u00fcber:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">10 x manuelle Therapie<br \/>\n<strong>+<\/strong>\u00a010 x Elektrotherapie<br \/>\n<strong>+<\/strong> 10 x Eispackung,<br \/>\nsollte die Verletzung noch mit einer Schwellung einhergehen<br \/>\n<strong>+<\/strong> 10 x Manuelle Lymphdrainage.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Anschluss daran kann er mit einer Verordnung 10 x Krankengymnastik seinen alten Zustand wieder herstellen. Sollte dies nicht ausreichen, bekommt er, ohne Probleme, eine weitere Verordnung. Hinzu kommt, dass aufgrund der deutlich h\u00f6heren Erstattung der Zeitfaktor h\u00f6her ist.<br \/>\n\u00dcber evtl.. Zusatzleistungen au\u00dferhalb des Heilmittelkataloges f\u00fcr gesetzlich Versicherte, haben wir jetzt au\u00dferdem \u00fcberhaupt noch nicht gesprochen.<br \/>\n(Kinesiotaping, Reflexzonentherapien, etc.)<\/p>\n<h3><strong>Ein weiteres, gro\u00dfes Problem f\u00fcr Physiotherapiepraxen:\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><strong><\/strong>Die gesetzlichen Krankenkassen haben seit 2001 ihre Erstattungen um insgesamt ca. 10% angehoben, dies bedeutet pro Jahr nicht einmal 1,0% !!<br \/>\nNehmen wir mal an, das die Geh\u00e4lter der Krankenkassenmitarbeiter um 2% j\u00e4hrlich angehoben wurden, sind dies seit 2001 mind. 20%.<\/p>\n<ul>\n<li>Gleichzeitig sind uns aber immer mehr Verwaltungsaufgaben den Physiotherapeuten zugeordnet worden, sodass wir ohne zus\u00e4tzliches Personal <em>eigentlich<\/em> gar nicht alle Vorgaben erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<br \/>\n(Wir haben z.B. eine Pr\u00fcfpflicht f\u00fcr Ihre Verordnung. Ist diese nicht korrekt ausgestellt, bekommen wir unsere Leistungen nicht erstattet.)<\/li>\n<li>Evtl. lohnt sich eine Blick ins Sozialgesetzbuch V zu tun, um den Unterschied Kassenpatient zu Privatpatient zu verstehen.<br \/>\nDort ist zu lesen und beschreibt unser eigentliches Problem<strong>:<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h5 style=\"padding-left: 30px;\">\u201eDas Leistungsrecht in der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt den Leistungsanspruch des einzelnen Versicherten darauf, dass die Leistungen\u00a0<strong>ausreichend, zweckm\u00e4\u00dfig und wirtschaftlich<\/strong>\u00a0sein m\u00fcssen.<br \/>\n<strong><span style=\"font-size: 1em;\">\u00dcber das \u201enotwendige Ma\u00df&#8220; hinausgehende oder unwirtschaftliche Leistungen k\u00f6nnen die Versicherten nicht beanspruchen, die Leistungserbringer d\u00fcrfen sie nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen (\u00a7 12 Abs. 1 SGB V).\u201c<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dann wollen wir den Satz mal auseinandernehmen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ausreichend<\/strong>\u00a0 &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;in der Schule bedeutet das wohl Note 4<\/li>\n<li><strong>Zweckm\u00e4\u00dfig<\/strong>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..ist ein R\u00f6hrenfernseher im Vgl. zum 42&#8243;Flat-TV auch<\/li>\n<li><strong>Wirtschaftlich<\/strong>&#8230;&#8230;&#8230;.also wohl mit dem geringsten finanziellen Aufwand<\/li>\n<li>Eigentlich ist das ja alles nicht sehr schlimm, wenn man kann damit zurechtkommt.<br \/>\nAuf der anderen Seite wird Ihnen, auch oftmals seitens der Politik, erz\u00e4hlt , man w\u00fcrde Ihnen Leistungen in einer <strong>sehr guten<\/strong> bzw. <strong>optimalen Qualit\u00e4t\u00a0<\/strong>zur Verf\u00fcgung zu stellen.<br \/>\nDas steht aber nicht im Gesetz, oder?<\/li>\n<li>Wir haben zusehen m\u00fcssen, wie eine Reform nach der Anderen, unseren Bereich \u201everschlimm- bessert\u201c hat.<br \/>\nWir haben versucht, dies f\u00fcr unsere Patienten zu kompensieren.<br \/>\nWir stellen fest, dass eine wirtschaftliche F\u00fchrung unserer Praxis ist nur noch zu erreichen ist, wenn wir uns genau an die Vorgaben der Krankenkassen halten.<br \/>\nSowohl vom zeitlichen Umfang, als auch hinsichtlich der \u00fcbrigen Vorgaben.<br \/>\nWas wir nicht machen, ist die Qualit\u00e4t der Leistung, die Ihnen verordnet wurde, einzuschr\u00e4nken.<\/li>\n<li>Wir m\u00fcssen eingestehen, dass ein Privatversicherter eine sehr gute, optimal auf sein Krankheitsbild ausgerichtete, und auch manchmal teurere Leistung erh\u00e4lt, die auch einen h\u00f6heren zeitlichen Umfang hat. D<br \/>\nies f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig ofmals zu einem anderen (vielleicht besseren) Behandlungs- und Genesungsverlauf.<\/li>\n<li>Dies haben wohl auch der Gesetzgeber, bzw. die Vertreter der Krankenkassen, erkennen m\u00fcssen.<br \/>\nDenn erstmals wurde jetzt dem Versicherten die M\u00f6glichkeit einger\u00e4umt, seine Therapie zu erg\u00e4nzen, oder durch Zusatzleistungen zu verbessern.<\/li>\n<li>Nat\u00fcrlich l\u00e4uft das aber auch wieder einmal darauf hinaus, dass der Kassenversicherte, (zu seinem Premiumbeitrag von ca. 15 % seines Bruttolohnes) Zuzahlungen (Stichwort: <strong>IGel-Leistung<\/strong>, <a href=\"http:\/\/www.igel-verzeichnis.de\/\">hier<\/a>, <a href=\"http:\/\/lmgtfy.com\/?q=igel+leistungen\">hier<\/a>, oder <a href=\"http:\/\/www.igel-monitor.de\/\">hier<\/a>\u00a0) leisten muss.<br \/>\nLeider auch im Bereich der Physiotherapie.<\/li>\n<li>Au\u00dfer, Sie sind mit einer <strong>zweckm\u00e4\u00dfigen, wirtschaftlichen<\/strong> und <strong>ausreichenden<\/strong> Leistung zufrieden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir sind aber keine \u201cVerk\u00e4ufer\u201d. Das bedeutet, dass wir nicht sofort und jedem Kassenversicherten eine Zusatzleistung \u201caufschwatzen\u201d wollen.<br \/>\nSollten Sie sich jedoch f\u00fcr eine Aufwertung Ihrer Therapie interessieren, fragen Sie uns.<\/p>\n<p>Wir werden Ihnen nur sinnvolle Vorschl\u00e4ge machen.<\/p>\n<p>Ihre<br \/>\nSabine Beermann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Informationen f\u00fcr gesetzlich versicherte Patienten(innen). Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, Sie haben sicherlich von dem Kostendruck geh\u00f6rt, dem Ihre Kasse und somit auch Ihr Arzt und schlussendlich auch wir unterliegen. 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